Net-Net-Strategie

Die Net-Net-Strategie ist ein heutzutage weitgehend unbekannter Value Investing-Ansatz von Benjamin Graham, der auch von Warren Buffett genutzt wurde.

Es handelt sich dabei um eine Anlagestrategie, bei der ein Investor durch einfache Bilanzanalyse Unterbewertungen und Marktineffizienzen erkennen und ausnutzen kann. Sie produziert überdurchschnittliche Rendite-Ergebnisse von teils über +50% pro Jahr (siehe Track Record).

Sie wird häufig auch Netcash-Strategie oder Buchwert-Strategie genannt.

Der Net-Net-Ansatz basiert auf dem Liquidationswert bzw. Net Current Asset Value (NCAV) eines Unternehmens.

Benjamin Graham verglich den Bilanzwert (innerer Wert) der Unternehmen mit dem Marktwert (Börsenpreis).

Wenn der Marktwert unter dem Liquidierungswert bzw. NCAV lag und die Unternehmen damit günstig bewertet waren, kaufte er sie.
Er verkaufte wieder, sobald der Kurs wieder auf oder sogar über dem Liquidierungswert bzw. NCAV stand.

Grahams Studien in den 1930er Jahren zufolge ist der Liquidierungswert bzw. NCAV eine gute Annäherung des realen Werts eines Unternehmens. Akquisitionen und Verkäufe von Unternehmen erfolgten häufig zu etwa diesem Wert.

Statt Liquidierungswert bzw. NCAV werden auch die Begriffe Buchwert oder Netcash genutzt.

Mehr Details zu Begrifflichkeiten im Glossar.

Value Investing

Beim Value Investing geht es darum, Aktien unter Wert zu kaufen und über Wert wieder zu verkaufen.

Es wechseln sich Phasen von Unterbewertungen (innerer Wert über Börsenpreis) stets mit Phasen von Überbewertungen (Börsenpreis über innerem Wert) ab.

Diese Bewegungen kann man als Investor für sich nutzen.

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